Fragen Sie mal einen Zeitgenossen, was er mit dem Wort Strandkorb verbindet. In den meisten Fällen wird er Ihnen antworten: Urlaub, Sonne, Meer und Strand… Auch mir würden spontan all diese Dinge dazu einfallen.
Was aber tun, wenn der Urlaub noch in weiter Ferne liegt, es sowieso nicht ans Meer sondern in die Berge geht?
Einfach mal träumen, sich der Illusion eines Urlaubs am Wasser hingeben… Warum eigentlich nicht?
Man muß dazu nicht einmal in die Ferne schweifen. Ich lade Sie ein, kommen Sie mit auf meine Kurzreise…
Es ist ein stiller Sommermorgen, das Gras ist noch feucht von der Nacht. Ich gehe in meinen Garten und dann steht er da, ganz allein. Er schaut ein wenig traurig daher, als ob er mich schon vermisst hat. Mein Garten - Strandkorb.
Aber nun bin ich ja da und ich begrüße Theodor, so habe ich meinen Strandkorb getauft.
Vielleicht werden Sie jetzt lachen, von wegen einem Strandkorb einen Namen geben. Aber Theo ist mir im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen. Er war immer für mich da, wenn es mir mal nicht gut ging. Wenn ich Liebeskummer hatte oder ich anderweitig schlecht drauf war.
Theodor ist keine Schönheit. Er ist irgendwie ein unscheinbares Wesen. Drängt sich nie auf. Hört einfach nur zu.
Es gibt sicher tausendmal schönere Garten - Strandkörbe. Aber ich würde niemals tauschen wollen.
Ich habe es mir inzwischen bequem gemacht und beginne zu träumen. Meine Wiese verwandelt sich in ein endloses grünes Meer, das Rauschen der nahen Pappeln ist die ideale Kulisse dafür. Ich schaue auf das glitzernde Wasser, ein Schlauchboot taucht am Horizont auf…
Fast könnte man glauben, sich wirklich am Meer zu befinden. Dabei sitze ich in Wahrheit nur in meinem alten Garten - Strandkorb. Es ist einfach nur schön…