Vier Amerikaner, der Strandkorb und ein Paddelboot
Sunday, April 26th, 2009Familie Scott hatte beschlossen den Urlaub dieses Jahr in Deutschland zu verbringen. Sie kannten dieses Land nur aus dem Fernsehen und wollten es nun einmal selbst erleben. “Aber es muss am Meer sein! Wir wollen Paddelboot fahren und in so einem Strandkorb sitzen!”, forderten die beiden Kinder Alison und James.
Also ging die lange Reise zur Nordsee. Gleich am ersten Tag zog die ganze Familie mit Paddelboot, Kühltasche und Badesachen ausgerüstet Richtung Strand. Hier standen die blau-weißen Strandkörbe dicht an dicht aneinander gereiht. “Nanu”, wundert sich der Vater, “Hier hat ja überhaupt niemand Lederhosen an. Sind wir wirklich in Deutschland?” “Das schon.”, lacht der Strandkorbvermieter, “aber hier sind die Fischköppe zu Hause. Für Lederhosen müssen Sie 1000 Kilometer südlich in die Berge reisen. Hier ist die gute alte Nordsee!”
Dann wandte er sich den beiden Kindern zu, die schon eifrig dabei waren das Paddelboot auseinender zu falten.
“Wisst ihr denn nicht wie gefährlich so ein Paddelboot auf der rauhen See sein kann, Kinners? Ehe Ihr euch verseht hat die Strömung euch abgetrieben und dann findet man eure Überreste in England!” Die Kinder schauten ihn mit großen Augen an. “Jetzt lasst uns doch erstmal zu unserem Design Strandkorb gehen”, fiel die Mutter ins Wort, “Da hinten ist er doch. Da mit der Nummer 87.” Hier hatte die Familie Scott einen wunderschönen Blick auf die Brandung.
Vater Scott zog das Fußbänken aus, rückte die Lehne zurecht und stellte ein Bier aus der Kühltasche auf den kleinen Klapptisch an der Seite. Dann ließ er sich ächzend in den Strandkorb fallen und seufzte: “A Strandkorb - what a comfortable outdoor funiture!” Und schon war er selig eingeschlummert. Die Kinder bliesen das Paddelboot auf und nutzen es als Festung für ihre Strandburgen. Die tobende Brandung war kam ihnen dann doch irgendwie zu abenteuerlich vor.